Insel im Krieg – Die erweiterte Kinderlandverschickung 1941

17. November 2019 bis zum 3. Mai 2020

Rund 2,5 Millionen Jungen und Mädchen wurden während des Zweiten Weltkriegs in ländliche Gebiete evakuiert. Während die jüngeren Kinder in Gastfamilien auf dem Lande untergebracht wurden, kamen die zehn- bis 14-jährigen Kinder in sogenannte K.L.V.-Lager. Etwa 9.000 solcher Lager gab es. Viele Kinder blieben über Monate, manche gar über Jahre in solchen Lagern. Ab 1941 wurden auch Norderneyer Kinder in verschiedene Lager in Österreich gebracht, weit weg von ihrer Familie. Noch heute ist der Ort Golling im Salzburger Land auf der Insel ein Begriff. Der Lageralltag war streng reglementiert, paramilitärischer Drill herrschte vor. Viele Kinder litten sehr unter Heimweh. Das Museum Nordseeheilbad Norderney wendet sich diesem wichtigen Thema zu und zeigt hierzu eine Ausstellung vom 17. November 2019 bis zum 3. Mai 2020.